Der Sommer ist da! Zumindest in Australien. Nach einer zwölf Stunden langen Fahrt mit dem Nachtbus von Sydney nach Melbourne sitze ich in kurzer Hose, T-Shirt und Sandalen im Schatten vor der State Library of Victoria und nutze dass Grtais-WLAN um euch meine ersten Eindrücke  aus Australien Eindrücke zu schildern.

Am 1. Januar um 9:00 Uhr klingelte mein Wecker in Münster, wo ich mit Freunden Silvester gefeiert habe. EInmal noch kontrollierte  ich, ob ich auch alle wichtigen Dokumente bei mir habe, verabschiedete mich von  meinem völlig übermüdeten Gastgeber und saß gegen halb Elf im Zug zum Frankfurter Flughafen. Dort begann der erste Teil meiner 24-stündigen Reise zum fünften Kontinent. Mit einer Boeing 777-300ER der Emirates ging es nach Dubai.

Dubai. Was soll ich sagen. Zumindest der Flughafen ist nichts anderes als ein riesiger Duty-Free-Shop mit angeschlossenen Flugsteigen. Hätte es nicht ständig Lautsprecherdurchsagen gegeben, ich hätte vermutlich vollkommen vergessen, dass dort irgendwo auch Flugzeuge abgefertigt werden. Das völlig überteuerte Essen war auch miserabel und so war ich sehr froh, dass keine vier Stunden später mein Qantas-Flug in Richtung Sydney abhob. Während des Starts habe ich auch noch alle Sehenswürdigkeiten Dubais aus der Luft gesehen – größtenteils gigantomanische Hochhäuser und noch mehr Shoppingmalls. Ist Dubai eigentlich ein Staat oder ein teures Einkaufszentrum mit angeschlossener Regierung?

Wie dem auch sei, ich war, froh, dass es endlich losging mit meiner Weltreise. Am 3. Januar landete ich frühmorgens in Sydney, wo ich ohne Probleme die Einreise- und Zollkontrolle hinter mich brachte. Mit der S-Bahn ging es dann für viel Geld in Richtung Innenstadt. Meinen großen Rucksack ließ ich in der Gepäckaufbewahrung am Bahnhof und machte mich dann zu Fuß auf den Weg in Richtung Circular Quay, zum Opernhaus und zur Harbour Bridge.

Als erstes erstaunte es mich vollkommen, dass Sydney tatsächlich eine beeindruckende Skyline hat – die man aber prima umgehen kann, indem man einfach durch die vielen Parks spaziert, die die Wolkenkratzer nicht so erdrückend wirken lassen wie beispielsweise in New York. Nach wenigen Kilometern Flanierens gelangte ich dann an den natürlichen Hafen, an dessen Ufern Sydney gegründet wurde. Zu meiner Überraschung waren Harbour Bridge und Opernhaus  tatsächlich da – wenn sie in Wirklichkeit weniger imposant wirkten als in meiner Vorstellung.

Nach diesen ersten Eindrücken konnte ich dann endlich in meinem Hostel einchecken, wo ich nicht mehr viel gemacht habe als 14 Stunden am Stück zu schlafen.

Am nächsten  Morgen machte ich mich dann mit der Hafenfähre auf den Weg  nach Manly, um mich am Strand ein wenig zu erholen. Vom Fähranleger ging ich direkt in die geschützte Bucht von Shelly-Beach, wo die großen Wellen nicht hingelangten und man entspannt im Schatten der Palmen oder im Wasser den Tag mit gepflegten Nichtstun verbringen konnte. Als ich mich nachmittags auf den Weg zurück zum Circular Quay machte, wurde es auch langsam brechend voll am Strand. Nach einem kurzen Spaziergang über die Harbor-Bridge machte ich mich – immer noch vom Jetlag geplagt – auf den Rückweg zum Hostel.

An meinem vorerst letzten Tag in Sydney besuchte ich noch das Sydney Museum mit einer grandiosen Lego-Ausstellung. An die zwanzig Wolkenkratzer aus Asien und Australien wurden ausgestellt. Genau das richtige für einen Lego-Freak wie mich! Nach einigen weitern faulen Stunden im Park machte ich mich dann auf den Weg zum Busbahnhof, um den Nachtbus nach Melbourne zu erwischen. Von dort aus geht es dann bis Ende Februar mit dem Bus weiter die Ostküste entlang immer Richtung Norden nach Cairns.

Ohrwurm des Tages – Men at Work / „Down Under“

Der Australien-Ohrwurm schlechthin. Da gibt es nicht mehr zu zu schreiben.