Japan ist für mich nicht das Land der Samurai, Tempel oder Kirschblüte, sondern das Land der Pokémon, Mangas und Animé. Mit dieser Erwartung bin ich von Honolulu aus nach Tokio gereist und diese Erwartung wurde auch größtenteils bestätigt. Allerdings habe ich dann letztendlich doch nicht nur nach wilden Pokémon im hohen Gras Ausschau gehalten, sondern auch einige andere Sehenswürdigkeiten besucht.

Die Ankunft in Tokio-Narita ist verglichen mit vielen anderen Flughäfen sehr einfach und vor allem schnell gewesen. Vom Aussteigen aus dem Flugzeug bis zur Ankunft in der Eingangshalle habe ich nicht einmal 30 Minuten gebraucht. Überall fanden sich Wegweiser und Englisch-sprechende Flughafenmitarbeiter, die die Masse der ankommenden Reisenden in die richtige Richtung gewiesen haben. Beim Lösen meiner Zugfahrkarte ins Zentrum Tokios fiel mir dann ein wesentlicher Unterschied zwischen Japan und den meisten anderen Ländern auf, die ich bisher bereist habe: Kreditkarten sind hier kaum verbreitet. Zwar kann man die Wasser- und Sitztemperatur einer jeden Toilette verändern – in Geschäften wird aber fast immer bar bezahlt. Und es ist gar nicht so einfach an Bargeld zu kommen da nur eine Minderheit der Geldautomaten in der Stadt ausländische Kreditkarten akzeptiert. Nur bei den Geldautomaten in den 7/11-Läden ist dies immer der Fall.

Meine sechs Tage in Tokio waren im Übrigen ziemlich anstrengend. Das lag zum einen am Jetlag (ich war jeden morgen um 6:00 Uhr wach und gegen 20:00 Uhr todmüde), zum anderen am ziemlich harten Bett im Hostel, wegen dem ich nicht wirklich gut schlafen konnte. Die zu kalt eingestellte Klimaanlage im Raum tat dann noch ihr übriges. Dennoch habe ich mir einiges in der 35-Millionen-Einwohner-Stadt angeguckt und es sogar geschafft mich mit einem Japaner wiederzutreffen, den ich im Baz Bus in Südafrika kennengelernt habe.

Wilde Pokémon habe ich leider nicht gefunden. Vielleicht lag es daran, dass es in Tokio nicht genug hohes Gras gab. Immerhin habe ich aber das epischste T-Shirt meiner Weltreise gekauft: ein Pikachu-Shirt samt Schwanz und Ohren :D

Ohrwurm des Tages – „Pokémon Thema“

Das geht hier irgendwie nicht anders.

Ein wenig anspruchsvoller hingegen ist „Nervous“ von Pikachunes. Das Video erinnert mich auch wieder daran, wie ich im letzten Jahr im Pikachu-Kostüm durch Münster gefahren bin :D Passend auch, dass der Sänger aus Neuseeland kommt – dem nächsten Stopp auf meiner Weltreise.