Der 1. Januar 2015 wird ein Donnerstag sein. Abends um 20:15 Uhr startet in Frankfurt am Main ein Flugzeug nach Dubai. Auch ich werde an Bord sein, der Flug ist meine erste Etappe auf dem Weg nach Sydney, wo ich am 3. Januar um 06:50 Uhr Ortszeit ankommen werde. Etwas mehr als 24 Stunden dauert diese kürzeste Verbindung ans andere Ende der Welt. Und je näher das Abflugdatum rückt, desto unwirklicher kommt es mir vor, dass ich tatsächlich das ganze Jahr 2015 unterwegs sein und mir die Regionen, Länder und Landschaften angucken werde, die zu sehen ich mir schon immer erträumt habe.

Über meine geplante Reiseroute habe ich schon vor einigen Wochen berichtet. Mittlerweile sind die ersten Flüge gebucht, die ersten Nächte im Hostel reserviert und mein Visum für Australien ausgestellt. Auch in vielen anderen Bereichen gehen die Vorbereitungen immer weiter voran. Viele Behördengänge – wie zum Beispiel zur Agentur für Arbeit oder zur Krankenkasse – musste ich auch aufgrund meiner Entlassung aus der Bundeswehr erledigen. Das nächste Projekt, das jetzt unmittelbar ansteht, ist mein Umzug. Glücklicherweise kann ich meine Möbel und alle anderen Dinge bei meinen Eltern einlagern und muss mir keinen Stauraum anmieten. Außerdem kann ich dort auch noch den ganzen Dezember über wohnen. Bis Ende November ist also nicht nur meine Wohnung endgültig geräumt, sondern auch meine Zeit als Soldat abgewickelt und meiner Reise stehen keine bürokratischen Hindernisse mehr im Weg.

Auch meine ärztlichen Reisevorbereitungen sind seit einer Woche abgeschlossen. An drei Terminen wurde ich gegen fünf verschiedene Krankheiten geimpft. Das hat mich insgesamt etwas mehr als 600 Euro gekostet, wobei nahezu 90 Prozent der Kosten auf die Impfstoffe entfieln: Eine Dosis Ixiaro – ein Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis – kostet knapp 90 Euro. Außerdem bin ich jetzt noch zusätzlich gegen Tollwut, Typhus, Cholera und Meningitis geimpft. Meine Reiseapotheke ist auch aufgefüllt; vom einfachen Schnupfen bis hin zur Malaria bin ich nun auf alle Notfälle gut vorbereitet. Auch bezüglich meiner Ausrüstung muss ich mir keine Gedanken mehr machen: Nachdem ich im Sommer eine Woche lang in Schweden getestet habe, ob alles was ich mir zum Reisen gekauft habe auch seinen Zweck erfüllt, habe ich mir mittlerweile die letzten fehlenden Ausrüstungsgegenstände gekauft. Ob im Wald, im Hostel oder im Hotel – ich bin auf jede Unterkunft vorbereitet.

Es bleibt also tatsächlich nicht mehr viel zu tun bevor ich losfliege. Mit den Reiseführern für die Länder, die ich besuche, beschäftige ich mich ausführlich und in Ruhe im Dezember. Und da ich mich vor Ort eh treiben lassen möchte werde ich mir nur wenige Sehenswürdigkeiten fest vornehmen. Das spart dann auch in etwa drei Kilogramm an Gepäck, die Reiseführer lasse ich nämlich einfach zu Hause.

Das einzige, das ich jetzt gerade noch dringend tun muss, ist zu realisieren, dass es wirklich bald losgeht. In acht Wochen fliege ich los – und ich kann es immer noch nicht ganz glauben.

Ohrwurm des Tages – Seeed / „Wonderful Life“

Das erste Mal habe ich das Lied in Montpellier während meines Auslandsstudiums gehört. Seitdem taucht es immer wieder plötzlich in meinem Kopf auf und ist auch immer wieder gleich großartig. Heute beschreibt es perfekt meine grandios-positive Stimmung.